Impressionen aus Montenegro

Willkommen in Montenegro, dem Land mit den unglaublich vielseitigen Landschaften, mit herrlichen Stränden mit klarem Wasser, historischen Stätten, Bergen, Wäldern und Gebirgsseen.

Aber leider hat Montenegro auch seine Schattenseiten, vor allem wenn es um die Belange des Tierschutzes geht. Es existiert zwar ein Gesetz, dass Tiere schützen soll, doch leider nur auf dem Papier !

Nach wie vor werden täglich Hunde wie Müll entsorgt. Diese ehemaligen Haushunde landen unschuldig auf der Strasse und werden zu sogenannten Streunern. Um deren Vermehrung zu verhindern werden diese Streuner dann erschlagen, vergiftet, erschossen oder in öffentlichen Tierasylen weggesperrt, wo sie ohne medizinische Betreuung und teilweise ohne genügend Nahrung elendig dahinvegetieren. Gerade vor Beginn der Tourismussaison werden diese „Säuberungen“ unfassbar grausam vollzogen. 
Dabei  machen diese grausamen Tötungen langfristig keinen Sinn. Denn auch wenige verbleibende oder neu ausgesetzte Tiere vermehren sich rasend schnell. Verschiedene Studien beweisen, dass die EINZIGE Massnahme zur Lösung der Streuner-Problematik die systematischen Kastration (Catch, Neuter & Release) und das anschliessende zurückbringen in das angesteammte Revier ist.
Kleine Tierschutzorganisationen und lokale Tierschützer setzen sich seit Jahren für diese Lösung ein. Sie fangen die Hunde ein, kastrieren sie, behandeln sie gegen Parasiten, impfen sie gegen Tollwut und entlassen sie wieder in die Freiheit. Aber sogar diese mittels Ohrmarke markierten Hunde fallen den Vergiftungsaktionen immer wieder zum Opfer. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen.
Gehen Sie mit offenen Augen durch Ihr Ferienland! Sollten Sie tierquälerische Aktionen beobachten oder verletzte Tiere sehen, so informieren Sie bitte Ihren Reiseleiter, die Hotelrezeption oder eine Polizeistelle. Sie als zahlender Tourist haben mehr Macht als die lokalen Tierschützer, die von den Behörden schlichtweg ignoriert werden. Je mehr Touristen konsequent auf diese Missstände hinwiesen, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass bei den Behörden irgendwann ein Umdenken stattfinden wird.
Denn denken Sie daran, kein Tier wird freiwillig zum Streuner. Es ist der Mensch, der seine Haustiere aussetzt. Sind die Tiere nicht kastriert, vermehren sie sich immer weiter. Streunen bedeutet nicht die grosse Freiheit, sondern Hunger, Krankheit, Elend und Übergriffe durch Menschen.

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